Mittwoch, 28. November 2007

Wer ist Deern?

Sarah kenn ich ein wenig, aber das sie einen Blog hat weiss ich erst seit gestern. Darauf gestossen bin ich nur, weil ich wusste, dass sie einen Artikel über meine Nummer Eins Will-Ich-Auch-Können-Sportart Parkour geschreiben hat. Lesenswert.

Vielleicht sollte sie ihre PR-Abteilung feuern und sich eine neue suchen.

Link: gleicher Artikel bei Neon

Donnerstag, 22. November 2007

Des Raetsels Loesung

Immer wieder frage ich mich, warum Tankstellen so dicht beinander stehen oder warum in Entwicklungslaendern ganze Strassenzuegen mit den gleichen Laeden bevolkert sind.
Ein kurzer Moment Ruhe, ein bisschen blaettern in Wikipedia und schon hat sich zumindest dieses Raetsel fuer mich geloest.
Bekannt ist das ganze unter Eisverkaeufer-am-Strand-Problem und besagt im wesentlichen, das zwei konkurrierende Unternehmen ohne Absprachen immer dichter zueinander ruecken werden, da sie so versuchen dem Konkurrenten die Kunden zu entziehen. Bis sie irgendwann Ruecken an Ruecken stehen und weniger verdienen als zuvor, da sie nicht mehr alle Kunden erreichen, die vorher in ihrem Einzugsgebiet waren.

Auch spannend ist die Erweiterung dieses Modells auf die Positionierung politischer Parteien.

My Anus Is Bleeding

Ich habe noch nie was von Don Hertzfeldt gehoert, bis ich ihn eben bei r0ssi entdeckt habe.

Rejected - Eine Zusammenstellung von Hertzfelds abgelehnten Auftragsarbeiten fuer PR- und Werbeagenturen (bei Gucken immer mal wieder dran denken)



[direkt]
Alles andere von ihm lohnt uebrigens auch.

Mittwoch, 21. November 2007

Tierquäler Disney

Jaja, die Lemminge, schön blöd hopsen sie über die Klippe in den Tod. Dachte ich zumindest bevor ich über den Artikel von Cristoph Drösser gestolpert bin. Wahr ist, dass Disneyfilmer ein Gerücht umgesetzt haben in dem sie die kleinen Biester geschubst haben.
Spannend daran finde ich, dass sich das in Köpfen festgesetzt hast und sich damit hinter Spinat und Marsianern einreiht.

Behindert sein vs. Behindert werden



Hier gibt es den zweiten Teil und hier eine Kurzfassung.

[via]

Dienstag, 20. November 2007

Evolutionsguerilla

Eigentlich ist sie ja großartig die Natur, liefert jeden Menge klasse Gadgets, wie Grottenolme, Rattenkönige und Fingernagelkauen. Das absurdiste Aussehen und das bekloppteste Verhalten scheint eine Sinn zu haben. Aber irgendwann geht auch hier mal was schief.
Eine Division durch Null im Evolutionsalgorithmus, viel mehr Sinn macht es für mich jedenfalls nicht, wenn Tennessee Fainting Goats einfach erstarren, sobald sie sich erschrecken. Putzig ist es aber schon, wie sie dann so auf dem Rücken liegen und sanft vor sich hin schaukeln.

Donnerstag, 15. November 2007

Unfair

Ich lese gerade das Menschen zwischen vier und zehn Stunden Schlaf brauchen. Vier Stunden! Was für ein Wettbewerbsvorteil ist denn das?

Rattenkönig


Das klingt irgendwie nach Märchen - dachte ich. Pustekuchen!

"Als Rattenkönig werden mehrere an den Schwänzen verknotete oder verklebte Ratten bezeichnet."

Was? Wie?
Die kleinen Scheisser schaffen es alle Jubeljahre mal so heftig zu kuscheln, das sie sich einfach verknoten - und dann sterben. Großartig, nicht appetitlich, aber großartig.

Die Geister, die ich rief...

Können Menschen Dinge schaffen, die sie selbst nicht mehr kontrollieren können?
"Klar!" höre ich den Zauberlehrling rufen und auch die ottonormalen Computernutzer sehe ich bedächtig mit dem Kopf nicken, aber was sehe ich da hinten, in der letzten Reihe? Wildes Kopfschütteln bei unserem Hausnerd.
Aber auch da gibt es jetzt eine Lösung: Malbolge.
Malbolge ist eine Programmiersprache und wurde nur entwickelt um so kompliziert wir möglich zu sein.

Und wurde trotzdem gehackt. Lou Scheffer hat es geschafft darin ein Programm zu schreiben, dass seinen Input zum Output weiterleitet Also ein "k" auf der Tastatur in ein "k" auf dem Bildschirm verwandelt. Beeindruckend.

begin 666 copy.mb
M1"="04 _/CT\.SHY.#WIY>'=V
M=71S75Q;6EE85U955%-245!/3DU,2TI)
M2$=&141#0D% /SX]/#LZ.3@W-C4T,S(Q,"\N+2PK*BDH)R8E)",B(7Y]?'MZ
M>7AW=G5TM3$M*24A'1D5$0R9?O;V]O;V]O;V]O;V]O;V]O;V]O;V]O;V]O;V]O;V]O;V]
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DO;V]O;V]O;V]O;V]O;V]O;V]O;V]O;V]O;V]O;V]O;V]O;T*

end

Was bleibt sind Tips, ganz unten auf der Seite, wie man Malbolge noch komplizierter machen könnte. Na dann!

Geocaching

Opencaching.de-Statistik von noize

Nachdem es aufgeflogen ist, das erwachsende Männer sich Modelleisenbahnen immer nur selbst geschenkt haben gab es eine kurze Zeit der Desorientierung. Bis jemand auf die Idee kam die Schatzsuche neu zu erfinden.
Beim Geocaching geht man mit GPS auf die Suche nach kleinen Tupperware-Dosen mit meist völlig belanglosem Inhalt. Netter Nebeneffekt hierbei, man findet schnell ein Ziel, wenn man am Wochenende mal "irgendwie raus" will und lernt nebenbei nette Kleinigkeiten über seine Umgebung kennen.

Und weil ich nicht ich nicht immer nur nehmen will habe ich mir die Mühe gemacht und in meinem kleinen Heimatdorf vier Caches versteckt. Ich bin gespannt, wie die ankommen werden.

Montag, 12. November 2007

Bionade-Biedermeier

Ich gebe zu, ich bin ein wenig gehässig geworden, seit ich nicht mehr im Fast-Prenzlauer Berg wohne. Aber warum auch nicht, viele Gründe gibt es ja.
Ein ziemlich langer, aber wunderbar böser Artikel in der Zeit wirft einen Blick auf das Innenleben des Bezirks und das geht mir runter wie Butter.

Zwar ist Milieubildung ein normales soziales Phänomen, weltweit sortieren sich die Menschen nach Lebensstil, Bildung, Vermögen – das Besondere am Prenzlauer Berg aber ist, dass er nicht wahrhaben will, dass er ganz anders ist, als er zu sein glaubt.
[via]

Sonntag, 11. November 2007

Geborgte Empörung

Irgendwie ist es fast ein bisschen schade, dass ausgerechnet mein Abgeordneter nun gerade gegen die Vorratsdatenspeicherung gestimmt hat. Über wen soll ich mich denn nun aufregen?
Ich habe mich einfach dafür entscheiden alle Berliner SPD-Abgeordneten, die alle für das Gesetz gestimmt haben meine Wut und meine Enttäuschung spüren zu lassen.
Und da selber schreiben immer so schwer ist, hab ich mich bei Nerdcore bedient. Ich bin gespannt was da jetzt als Antwort kommt.

Samstag, 10. November 2007

Kampf der Kulturen

Missverständnisse und Vorwürfe von Fehlinterpretationen sind zwischen Geistes- und Naturwissenschaften sicherlich kein neues Phänomen.
1996 hat Allan Sokal um zu beweisen, dass naturwissenschaftliche Denkweisen von Philosophen der Postmoderne missbraucht werden einen komplett unsinnigen Text nach deren Munde geschrieben. Der Text mit dem schönen Titel

Transgressing the Boundaries: Towards a Transformative Hermeneutics of Quantum Gravity
hat es in die Zeitschrift Social Texts geschafft. Eine Geschichte wie ich sie leibe.

Freitag, 9. November 2007

Danke, Paracetamol

Als ich gestern aus dem Labor ging hatte ich Kopfschmerzen. Ich war nicht sicher, ob der Abend noch zu retten war. Ich nahm zwei Tabletten Paracetamol und legte mich hin. Nach einer halben Stunde noch immer keine Wirkung, ich nahm nochmal zwei, ich hatte ja noch was vor.
Arcade Fire spielen in Berlin, in der Columbiahalle.


Und nachdem die Wirkung der Tabletten endlich einsetzt kann ich das auch geniessen.
Ich will das nicht beschreiben. Es hat alles gestimmt, der Sound, die Spielfreude, Videokunst auf der Buehne, durchdachtes Licht, gefuehlte hundert verschiedene Instrumente und unglaublich viel Energie.

Und danach, was macht man mit einem perfekten Abend? Man setzt ihn wieder aufs Spiel, indem man sich das naechste Konzert angucken geht.


Los Campesions! sollten um elf im Magent spielen. Und da mich ihre Single so beeindruckt hatte wollte ich unbedingt dabei sein.
Nachdem es hier ein wenig schleppend losging sprang der Funke ueber. Die Richtung des Sprungs, ob von der Band in Publikum oder andersherum ist nicht sicher zu bestimmen, danach aber gab eskein Halten mehr. Der Sound war nach der Columbiahalle etwas enttaeuschend, aber das war mir egal. Ich hab getanzt - die ganze Zeit.

Bildquelle, Lizenz, Bildquelle

Edit: Konzertkritik bei den Blogrocking Beats

Doch mehr Sachverstand

Innen- und Justizministerium haben sich in den letzten Wochen immer wieder bemueht uns glauben zu machen, das der noetige Sachverstand in Fragen der Informationstechnolgie in ihren Kreisen nicht vorhanden ist. Ausgerechnet Schaeuble ist es jetzt aber rausgerutscht.
Er vergleicht die Verfassungsklage des AK Vorratsdatenspeicherung mit Hitler.

Wir hatten den 'größten Feldherrn aller Zeiten', den GröFaZ, und jetzt kommt die größte Verfassungsbeschwerde aller Zeiten.
Und bemueht damit eine alte Newsgroups-Weisheit die unter dem Namen Godwins Gesetz bekannt ist. Sinngemaess besagt diese, das irgendwann in jeder Diskussion ein Nazivergleich faellt und dieser zum Ersticken der eigentlichen Diskussion fuehrt, da diese dann von einer Metadiskussion abgeloest wird.

Vielleicht wissen die im Innenministerium doch besser Bescheid, als sie uns immer glauben machen wollten.

Donnerstag, 8. November 2007

Zahlen

Wenn du irgendwannmal, irgendeine Zahl brauchst - als Foto, dann ist die Sequential Numbers-Gruppe von Flickr deine Rettung. Garantiert.

25 Photographs Taken At The Exact Right Time

Hier.

In die Scheisse greifen

Man kann aber auch echt so richtig daneben liegen mit seinem Logo. Mehr solcher Perlen gibts bei Coolz0r.

[via]

Radiohead und die Folgen

Nachdem die Downloads von Radioheads In Rainbows ja scheinbar mehr Geld in deren Kassen gespuehlt haben als es jede klassiche Veroeffentlichung geschafft haette legt nicht nur EMI mit dem ueberteuerten Download des Backkatalogs nach sondern auch einen kleines Hamburger Label haengt sein eigenes kleines Experiment hinten dran.

2ndrec oeffnet seinen Backkatalog und verschickt daraus CDs, eine pro Person und man bezahlt hinterher - nach Gefallen.
Ich bin gespannt ob das so klappen wird.

Mittwoch, 7. November 2007

Verfassungsbeschwerde gegen Vorratsdatenspeicherung

Geplant ist die groesste Verfassungsbeschwerde in der Geschichte der BRD. Bisher haben sich 6000 Personen angeschlossen, aber das ist kein Grund es nicht selbst auch zu tun.

Der Aufwand ist nicht hoch, man braucht nur 55 Cent und das sollte es einem Wert sein.
Das .pdf gibts hier.

Demokrat

Wir waren gestern auf der Demo gegen Vorratsdatenspeicherung. Irgendwie fand ich es sehr leer, der Veranstalter schaffte es nicht wirklich die Leute zu motivieren. Aber das ist vielleicht normal, nach zwei Stunden im Regen - wir kamen auch eher spaet.

Insgesamt scheint es dann aber doch ein Erfolg gewesen zu sein. SpOn spricht von 5000 Teilnehmern bundesweit und im Heute-Journal wurde berichtet. Die Gesamtresonanz laesst sich im Pressespiegel ablesen.

Nach dem Ende des ofiziellen Teil haben sich die Demonstarnten doch noch vor den Haupteingang des Reichstags begeben. Hier wurde ich Zeuge eine Telefonats zwischen einem Fotografen und seiner Zeitung.

F: Die sind jetzt vorm Reichstag...
F: Nein, ist alles ruhig, aber die sind jetzt zumindest da, wo sie nicht sein duerfen...
F: Na, ich wollte das nur gesagt haben.

Hauptsache es knallt, wen interessieren Inhalte.

Geistiges Eigentum und wie es uns zugrunde richtet

Larry Lessing ist Jura-Professor in Stanford und Gruender der Creative-Commons-Initiative. Und Larry hat viel interessantes zu berichten.
Im Video spricht er davon, dass Copyright, so wie es heute aussieht weit hinter unserer Zeit zureck liegt und das es daher eine Gefahr fuer unsere Gesellschaft darstellt, weil grosse Teile der Bevoelkerung inzwischen permanent das Gesetz brechen. Dies wird sich nicht aendern lassen, es laesst sich nur immer weiter kriminalisieren.

20 Minuten ist lang, aber es lohnt sich. Mir lief es kalt den Ruecken runter. Wut, Trauer und Verzweifelung darueber, was hier von Leuten zerstoert wird, die ihre Schaefchen ins Trockene bringen wollen haben sich bei mir die Klinke in die Hand gegeben.



[direkt][via]

Bad Day

In Ruhe ansehen und die Fantasie schweifen lassen. So was rettet einem ja manchmal den Morgen.



[via]

Montag, 5. November 2007

Sonntag, 4. November 2007

Freiheit Statt Angst



Nochmal, weil es so wichtig ist. Bundesweit!

Eisdiele

Sohn: Das da!
Vater: Das schmeckt dir nicht!
Sohn: Dann das!
Vater (zum Verkäufer): Ist das mit Alkohol?
Verkäufer: Nein, mit Alkohol haben wir nur Malaga.
Vater: Gut, dann nehme ich Malaga.

Naturburschen


So sieht es also aus, wenn sie sich freut die Natur. Nur wie freut sich die Industrie oder die Kunst. Mit jeder neuen Entdeckung nur immer wieder neue Fragen.